I want to have a habit
I want to have a habit – to kill my italian lover in russia
oder
How to get rid of an Italian lover – travelling to Russia
Um der italienischen Oberflächlichkeit und Leichtigkeit zu entfliehen – macht Frau m.
Eine Reise nach Russland . – Versucht schlechte Gewohnheiten anzunehmen und sich in einen trunksüchtigen melancholischen Schriftsteller zu verlieben um den italienischen Geliebten zu vergessen. Italienische Canzone gegen russische Balladen.
Auf ihrem Weg trifft sie auf andere Frauen die jeweils auf ihre Weise den Verflossenen um die Ecke bringen. Interviews, heimliche Beobachtungen, Geständnisse
Kein Wort über die Leere
Beschämt und doch vergnüglich. – Mit Vorwitz, unverholen tritt sie ein.
Vergessen unsre letzte Nacht, vergessen was so gar nicht trüblich mich umgab.
Hatz Fatz vorbei – nun bist du da. – Alt bekannt, wie ein Pärchen, dessen goldne Zeit
Schon längst gewesen. Ich kuschle mich in deine schwülstig warme Süßlichkeit und Tränen
Wagen sich hervor. – Melancholie geboren aus dem Nichts. Vertreibe meine Kraft und schaffe Sehnsucht, die mich traurig macht.
Ziehe ein und fühle nichts – sollte doch die Freiheit sein. Blaue Luft, ein kühner Schritt
Zu neuen Ufern meines Seins. – Verdammt wo bleibts.
Doch froh Gemuts, wandle ich auf schmalem Steg, der Abgrund hält mich aufrecht.
Ein trefflich Lehrer für das Rückrad, dass gar zu gern sich beugt.
Genuss als Mittel gegen Trübsal, nur bringts der Stengel nicht so recht. Erwähnte ich das Putzen? – nicht? – nun denn, so seis.
Schau ich in den tiefen Eimer, spiegle mich und fühl mich doch verkannt. – Tauche meinen Lappen in das warme Nass. – Nun beginnt die harte Phase, der Kampf, das zuviel mich umgibt. Alles was mich auf Bodenhöhe quert – ein Hindernis. Gäbs doch diese Freiheit, und wärs nur für den Feudel, der ohne Rast mit vollem Schwung durch diese Ebne glitt.
Nun stoß ich hier, verkannte dort – ein Wisch voll Kompromiss. An dieser Stelle folgt die Wut, warum muss ich begrenzt sein, von Stühlen, Tischen, Altpapier, banaler ist kein andres Scheitern. Zuletzt sitz ich erschöpft in meiner Lache, betrachte meinen Lappen der
Schwarz und klumpig zu mir steht.
In der Nacht wird der Mund trocken
In der Nacht wird der Mund trocken. Ich liege wach und überlege ob ich trinken soll.
Dein Atem ist flach. Immer wieder überfällt mich die Angst du könntest aufhören, dich davonstehlen. Wie ein Dieb der glaubt genug erbeutet zu haben.
Die nächtliche Einsamkeit ist eine andere als die am Tage. Bedrohlicher, entgültiger.
Es ist absurd, den ganzen Tag ersehne ich den Abend. Ist er da so möchte ich mich betäuben, um die kommende Nacht zu überleben. Wie zwei Selbstmörder wollen wir die Schuld unseres Leids dem anderen abtrotzen. Der Wein seziert sarkastisch unser Hirn und wir rasen ungebremst in ungewollte Feindschaft.
Eine zwei Liter Flasche Wasser steht neben meinem Bett und ich bin unfähig sie zu greifen.
Als wäre ich so geschwächt, dass der Körper seinen Willen verloren hat.
Ich weiß wie sehr ich dich mal für mal verletze. Spüre deine Verzweiflung wenn ich dir keine Chance belasse zu mir zu dringen. Du möchtest mich schütteln mir wehtun um wenigstens meine Hülle zu erreichen. Stumm schreie ich dir zu – gib auf. – Doch nur du weißt ich lüge.
Sprache ein Land indem ein jeder einsam ist
Sprache ein Land indem ein jeder einsam ist
Zu viele Zeichen sind Pfeile ohne Ziel
Sie treffen dennoch
Man forscht man glaubt verstand versagt
Lange brauchts vom Mund zum Ohr
Ins Herz
Schweigen ungesprochne Gesten
Wie schön dein Blick – soviel
genügt
Betagt
Betagt
Noch nicht erfroren
Schlummert er
Der Zweifel folgt
Verzagte Flucht
Unbekannte Sehnsucht
Füttert diesen Wunsch
Hielt ich Dich in meinem Arm
Könnte ich verweilen
Gefallene Engel
Ich suchte eine Seele, die mir ähnlich wäre und konnte sie nicht finden. Ich durchsuchte die verborgensten Winkel der Erde; meine Ausdauer war vergeblich. Allein konnte ich nicht bleiben. Ich brauchte jemanden, der ebenso dachte wie ich.
Dame der Schweigsamkeiten
Still und bedrängt,
wund und sehr heil,
Rose des Gedenkens,
Rose des Vergessens,
erschöpft und lebensspendend,
verstört und ruhevoll
Es war am Morgen; die Sonne erhob sich in ihrer ganzen Herrlichkeit am Horizont, da erhob sich auch vor meinen Augen ein Jüngling, unter dessen Schritten Blumen hervorsprossen. Er kam auf mich zu und reichte mir die Hand: „Ich bin zu Dir gekommen, da du mich suchst. Segnen wir diesen glücklichen Tag.“ Ich aber: „Geh fort; ich habe dich nicht gerufen; ich brauche deine Freundschaft nicht…“
Dame drei weiße Leoparden, unter dem Wacholderbaum gesessen,
In der Kühle des Tags, hatten sich satt gefressen.
An meinen Gliedern, meinem Herzen, meiner Leber und dem, das eh
Beschlossen lag in hohler Wölbung meines Haupts.
Es war am Abend; die Nacht begann, die Dunkelheit ihres Schleiers über die Natur auszubreiten. Eine schöne Frau, die ich nur undeutlich wahrnahm, breitete auch über mich ihren Zauberbann aus und sah mich teilnahmsvoll an; jedoch wagte sie nicht, mich anzusprechen. Ich sagte: „Tritt näher, damit ich die Züge deines Antlitzes deutlich erkenne;
denn das Licht der Sterne ist nicht stark genug, um sie aus solcher Entfernung zu erhellen.“
Wegen der Gutheit dieser Dame
Und wegen ihrer Lieblichkeit und wegen
Der Andacht, die sie der Jungfrau weiht,
Schimmern wir in Lichtheit. Und ich, der hier verholen liegt,
Weih meine Taten der Vergessenheit und meine Liebe
Dem Nachgeschlecht der Wüstenei, Aussaat der Kürbisfrucht.
Jetzt bewunderst du meine Schönheit, die manch eine verwirrt hat; aber früher oder später wirst du bereuen, mir deine Liebe geweiht zu haben; denn du kennst meine Seele nicht .
Die Dame hat sich entfernt
In einem lichten Kleid, zur Versenkung, in einem lichten Kleid.
Laß die Lichtheit des Gebeins der Vergessenheit genug tun.
Es ist in ihm kein Leben.
Nicht, dass ich dir je untreu würde: der Frau , die sich mir so vertrauensvoll hingibt, gebe ich mich ebenso vertrauensvoll hin; aber merke dir dies, um nie zu vergessen: Wölfe und Lämmer betrachten einander nicht mit sanften Augen.
Und Gott sprach Weissage in den Wind, nur in den Wind, denn nur
Der Wind wird lauschen.
Was aber brauchte ich dann, ich, der ich mit so heftigen Ekel von mir stieß, was die Menschheit Schönstes besaß!
Die Rose
Ist nun Garten,
Da alle Liebschaft endet,
Da kam sie bescheidenen Schrittes und die Augen gesenkt über das Gras des Rasens auf mich zu.
Wie ich vergessen bin
Und vergessen sein möchte, so möchte ich vergessen,
So zernichtet, so verdichtet in den Vorsatz.
Sobald ich sie sah. „Ich sehe, daß Güte und Gerechtigkeit in deinem Herzen
Ihren Wohnsitz haben: wir können nicht zusammen leben.“
Unterm Wacholderbaum sangen Gebeine, verstreut und schimmernd:
Wir sind froh, verstreut zu sein, wir taten einander wenig Gutes,
Unterm Baum in der Kühle des Tags, mit dem Segen des Sands,
Vergessen uns selbst und einander, vereint
Im Schweigen der Wüste.
– Zusammenstellung aus T.S. Elliot „Das wüste Land“ und Lautreamont „Die Gesänge des Maldoror“
Heute mal nicht
Treffender hätte es – wahrscheinlich – nicht sein können. –
Vor allem in dieser Häufigkeit und dieser Reihenfolge. –
Alles so wie es das Unterbewusstsein schon vor langer Zeit vorgeahnt hat. –
Es ist faszinierend. – Zumindest endgültig, es ist endgültig. –
Was heisst – am Ende gilt es – hat am Ende Gültigkeit – ohne wenn und aber. – Oder?
Schon wieder gepatzt! Andere bekommen es doch auch hin und sehen immer perfekt aus. –
Und dabei ist es noch die gute Seite. – Also mit der Rechten die Linke. –
Die Farbe sah in dem Fläschchen so fröhlich aus und jetzt wirkt alles reichlich billig. –
Wie ist es möglich Hände ohne Muster zu haben, hell, freundlich, unschuldig, zart und doch bestimmt. – Den Fingerkuppen zulaufend, schmal, die man küssen möchte, streicheln, halten. –
Nein dieser Ton steht mir nicht!
Sie hatte gesagt ich soll mich auf die Hinterbeine stellen und mich wehren. –
Schon bei dem Wort Hinterbeine stutzte ich – sah sie mich auf allen Vieren. –
Dann ist ja alles klar!
Nagellackentferner – wie stark muss diese Farbe sein, dass sie nur mit diesem Geruch verschwindet.
Mir hat einmal jemand erzählt, dass eine Bekannte von ihm aus Versehen Nagellackentferner getrunken hat – oder war es Parfum? –
Innerlich entfernt. – Sich. – Er wusste nicht was aus ihr geworden ist. –
Sie hatte gesagt – das läuft schon – wirst sehen. –
Es ist gelaufen. –
Das hört sich ja viel versprechend an!
Genau! Genau, genau, genau! – Das ist es!
Ich lasse es machen – bei dieser kleinen Asiatin, mit den kleinen Händen und dem toten Blick. –
So flink und geschickt,als wäre es mühelos. –
Heute leiste ich mir das. –
Ein starkes Stück! –
Sie weiss bestimmt was zu mir passt – sie hat einen Blick dafür. –
Sprechen, gesprochen, versprochen
Versprochen – Versprecher!
Aber vorher muss der Geruch verflogen sein. – Was soll sie sonst denken? –
Die schafft das nicht selbst – nicht mal mit der Rechten. –
In den Ritzen ist immer noch was zu sehen, Reste, Spuren, Ungeliebtes. –
Ich bin aufgewacht
Ich bin aufgewacht.
Hörst du.
Es gibt uns nicht mehr
Lass los
Drehe dich erst um wenn meine Schritte verhalt sind
Wie gerne gäbe ich dir ein paar schöne Erinnerungen mit auf den Weg
Doch die Dauer des Schmerzes hat so vieles verschlissen.
Wenn ich dir jetzt sagte ich liebe dich
Du würdest mich falsch verstehen
Gebe dich frei
Zu lange hat das wir beschwert
Es ist Zeit
Just in time II
Jacob wie jeden Tag.
Sitzt in seinem BMW – scheucht die anderen Autos vor sich durch die befahrenen Straßen der Großstadt.
Der unvermeidliche Knopf im Ohr überträgt ohne Unterlass Informationen in sein Hirn, die ihn bisweilen zu unkontrollierten Ausbrüchen hinreißen.
Wie immer zu spät…
Sein Termin muss noch warten – Parkplatz – Engpass.
Was soll´s – Jacob überlässt seinen Wagen dem Schicksal: Halteverbot.
Jacob verschwindet in einem der überdimensionalen Glashäuser.
Durch die ab und zu geöffnete Tür des Büros dringen Wortfetzen einer geschäftlichen Debatte – Termingeschäfte…
Jacob stürzt aus dem Büro, überrennt beinahe seine Sekretärin mit dem frisch gebrühten Kaffee.
Er nimmt den Aufzug – schaltet sofort wieder sein Handy ein: Mailbox / wichtige und dringende Nachrichten und:
„Wir haben nicht mehr viel Zeit, uns zu sehen.“
Jacob auf der Straße…
Sieht noch in der Autoschlange seinen BMW am Abschlepphaken.
Wie besessen reißt er den Knopf aus dem Ohr und läuft zum nächsten Taxi – Flughafen…
In aller Ruhe verstaut Jacob sein Handy in der Tasche des Vordersitzes im Taxi.
Alles wird von nun an anders sein…
Jacob geht zum Schalter: „Wann geht der nächst Flug nach Thessaloniki?“
„Morgen um 10.30 Uhr!“
„Das ist zu spät! – Was fliegt jetzt?“
„In einer halben Stunde wäre ein Flug nach Scharm-el-Scheich möglich!“
„Gut!“
Die Formalitäten werden erledigt. Kurz entschlossen kauft Jacob eine etwas zu große Leinenhose und ein T-Shirt und packt seine anderen, edlen Habseligkeiten in die neu erworbene Plastiktasche – sein Gepäck.
Das Flugzeug landet.
Jacob mietet einen Taxi-Fahrer. Es ist heiß. Das Ziel: die offene Wüste – weit und scheinbar unendlich.
Ein kurzer Tankstop und eine gute Möglichkeit, an der Tankstelle noch einen Kaffee zu sich zu nehmen.
Er trifft auf eine junge Dame, eine Österreicherin, die gleichsam sich auf Reisen befindet und ihren Wagen betanken lassen möchte.
Sie sind froh, sich die Zeit zu vertreiben, da weit und breit kein Tankwart zu sehen ist, der sie bedienen könnte. Auch mit dem Kaffee wird es somit nichts…
Ein Beduine zieht Jacob beiseite. Jacob hatte ihn zuvor nicht bemerkt. In fast unverständlichem Englisch macht er deutlich, dass er ihm den besten Kaffee bereiten könnte.
Jacob zahlt den Taxi-Fahrer.
Die Österreicherin wartet weiterhin geduldig auf einen Tankwart und auf einen Kaffee, während Jacob mit dem Beduinen in einem alten Wagen davon fährt, der bei jedem Schlagloch zusammen zu brechen droht.
Jacob denkt sich zunächst, der Beduine führe nur eine kurze Strecke.
Doch dauert die Reise exakt 2 ½ Stunden, eine Reise mitten durch die Wüste.
Auch sind die Wege extrem und anstrengend. Der Motorlärm des alten Wagens macht eine Unterhaltung beschwerlich bis unmöglich.
Dauerhaft läuft eine Kassette mit starken Rhythmen, die jedoch nur einseitig abspielbar ist.
So hören beide entweder Musik oder das Spulen des schon sehr in Mitleidenschaft gezogenen Bandes.
Weit und breit ist niemand zu sehen. Jacob schaut in die Landschaft und in sich selbst –
(Flashback – Begegnungen mit Soulis – Erinnerungen und Fahrt wechseln sich ab)
Nach 2 ½ Stunden.
In der Ferne sieht Jacob ein einsames, schwarzes Beduinen-Zelt.
Der Beduine zeigt Jacob an, dass sie bald ihr Ziel erreicht haben – sein Zelt, bestehend aus zwei Kammern : eine für Gäste, die zweite für seine Familie.
Nach der Ankunft bittet der Beduine Jacob, herumliegendes Holz aufzusammeln, damit er Feuer machen könne.
Mit viel Zeit und Ausdauer entfacht der Beduine ein Feuer, greift dann in einen Leinensack und holt grünen, ungerösteten Kaffee hervor, den er in einem eigenen Rhythmus in einer Pfanne röstet. Das regelmäßige Kreisen der Bohnen ergibt eine eigene Stimmung und Musik.
Der Beduine beendet den Röstvorgang und zerstampft die Bohnen in einem Mörser. Auch hier ergibt sich eine rhythmische Musik: 2x Stampfen 1x Schlagen – an den Rand des Mörsers.
Der Kaffee wird gekocht und auf zwei kleine Tassen verteilt.
Jeder Schluck eine Besonderheit.
Die Unterhaltung wird in einer eigenwilligen englischen Sprache geführt, die häufig in sich versiegt.
Der Beduine lädt zur Rückreise ein – eine Rückreise von weiteren 2 ½ Stunden.
Er räumt sein Zelt auf, säubert die Gegenstände, die Tassen und lächelt…
Auf der Fahrt träumt Jacob von der 3. Begegnung mit Soulis.
Sie fahren zurück zur Tankstelle – keine Österreicherin, kein Tankwart, niemand.
Jacob steigt aus und schaut in die Ferne. Dann blickt er auf den Beduinen, verneigt sich leicht, um nicht die falschen Worte zu wählen.
Der Beduine fährt davon, mit röhrendem Motor, gegen den Wind. Jacob hört ihn noch lange.
Der Fahrer eines Kleintransporters erbarmt sich seiner und nimmt Jacob mit zum Flughafen.
Er ist nun bereit – und fliegt nach Thessaloniki.
Landung / Taxifahrt – es ist schon Nacht und die Stadt lebt, erleuchtete Straßen, schöne, junge Menschen, laute Musik überall.
Jacob geht die letzten Meter zu Fuß. Er steht in der Häusergalerie und schaut in die Höhe – 2. Stock. Er klopft.
Soulis öffnet. „Du bist rechtzeitig mein Freund.“
Sein Wohnatelier mit den alten Mosaikböden oberhalb des lautstarken Stadtlebens – die antike Puppenstube riecht nach Abschied.
Jacob hilft Soulis die schmalen Stiegen hinauf auf die Dachterrasse – bewohnt von Tauben mit Blick auf die Unverblümtheit der Stadt.
Soulis Bett steht auf der Terrasse.
„Ich dachte, dann sehen mich die da oben schneller, als die da unten.“
Jacob setzt sich in einen alten Liegestuhl, Soulis auf sein Bett – beide sitzen und schweigen.
Jacob trinkt – Soulis versucht es ab und zu…
Soulis beginnt zu singen (oder mehr: flüsternd zu krächzen) – Jacob fällt mit ein. Beide lachen.
„Du hast schon immer falsch gesungen, Jacob!“
Jacob schaut auf die Straße herunter und weint…
„Mein Freund lass uns beide nach oben schauen!“
Jacob und Soulis liegen beide auf dem etwas zu schmalen Bett und schauen in den Himmel.
„Hol uns eine Decke.“
Jacob geht hinunter.
Soulis stirbt.
Jacob deckt ihn zu, setzt sich in den Liegestuhl und bewacht seinen Freund. Der Tag bricht an. Es wird nichts mehr so sein wie es war.
Jacob telefoniert: „Nun – ich kann nicht bleiben – ich ziehe einfach die Türe zu – ich werde heute zurückfliegen – bis bald!“
Jacob holt aus seiner Plastiktasche den zerknüllten Anzug, wechselt seine Kleider und verlässt die Wohnung.
Er läuft quer durch die Stadt und nimmt Abschied. Jacob schaut auf die Uhr –
Wenn er den nächsten Flug bekommen möchte, ist es Zeit…
Mit dem Taxi fährt er zum Flughafen checkt ein und sitzt – für ihn sehr plötzlich – im Flugzeug.
Nichts mehr wird sein, wie es war.
Die Stewardess: „Kaffee?“
Jacob blickt auf, schüttelt den Kopf und spürt den unwiederbringlich-bitteren Geschmack eines unwiederbringlichen Moments auf der Zunge…
Duxius – Daredevil – Making Of
Konzeption, Regie, Choreografie für das Video „Daredevil“ von Duxius (Youtube ↗).
Fotos © Holger Kral, Berlin – kral-photography.com
Jungle line
Vergilbt
Vergilbt
Und ohne Glanz
Tritt ab
Was kaum
Des Sehnens wert
Zurück bleibt
Schal
Geschmack
Getrübter Hoffnung
Kein Weg
Zu Dir
Kein Weg
Zu uns
Vergnüglich
War der Anfang
Doch wächst
Kein Gras
Auf kargem Stein
Denken sie
Denken sie
Auch manchmal
An mich
Beschaulichkeit
Setzt Triebe
Gedanken
Von der Zeit
Entkoppelt
Ihr Mund
Soweit
Gar manchmal
Scheu ich
Ihren Blick
Da ihre Hand
Auf meiner liegt
Bedacht
Setz ich den Fuß
Als könnte ich
Entkommen
Nur scheinbar
Weiche ich
Dem Sog
Möchte kraftvoll
Mich ergeben
Hätte ich mich meiner Hand befreit
Hätte ich mich meiner Hand befreit, müsste ich nicht deine Füßchen wärmen. Ein Schein zersetzt mein Herz, dein Schein ermüdet meine Seele. Nie warst du ein Teil von mir, du warst ein Teil in mir. Ein Lied schwimmt durch meine Adern, dein Gesang vergiftet mein Rot. Ohne Hoffnung bitte ich um Vergebung um meine eigene Gnade.
Lied:
Wärst du ein Teil von mir
Wärst mein Gesang
Trög meine Seel dich fort
Wärst niemals bang
Und nur ein Stückchen Trost
Gäb mein Herz ganz
Wie feiner Staub
Wie feiner Staub
Im Sonnenlicht
Verschwimmt die Wahrheit
Vor dem Auge
Was einmal greifbar
Tanzt unbeschwert
Und ohne Ziel
Gemeinsam war
Vergangenheit
Ist unser
Du glaubst
Es ist
Die Macht
Die nicht
In unsren Händen liegt
Doch
Während du das sagst
Betrachte ich
Die Teilchen
Schimmernd
Von dem Schein
Der sie erleuchtet
Schönheit
Des Zerfalls
Und Ende
Eines Traums
Mon cœur
Welch kühnes Treiben
Hat uns
In tiefes Meer gestürzt
Beäuge bunte Fische
Die kleine Fetzen
Meiner Haut verschlingen
Nur rohes Fleisch
Noch bleibt
Mit weichen Wellen
Wird nun unser Leib
Umspült
Es ist so tief
Bei Dir
Das weder
Tag noch Nacht vergeht
Versunknes Schiff
Getier
Durch meine Reste schwimmt
Und jede Öffnung
Eintritt gibt
Du wolltest aufhören das zu machen
Du wolltest aufhören das zu machen
Ja ich wollte aufhören damit
Wie geht es dir
Ich weiß nicht
Natürlich weißt du
Es ist gerade nicht der richtige Zeitpunkt
Was heißt das
Mach dir keine Gedanken
Mach ich aber
Ich bin einfach verwirrt
Du musst nicht stark sein
Will ich aber
Du stehst am Abgrund du kannst jetzt nicht noch alles Mögliche ausprobieren
Ja ich glaube ich fühl mich komisch
Mach dir doch nicht selbst so einen Druck
Ich hab keine Ahnung – ich finde einfach keine Lösung
Du musst nichts lösen alles was du machst ist richtig
Ich schaff das nicht
Du musst nichts schaffen
Ich suche ja
Nein du suchst nicht
Doch wirklich ich suche aber hab noch niemanden gefunden
Wenn du wirklich suchst wirst du auch finden
Es ist besser wenn ich gehe
Warum läufst du davon
Ich mag dich sehr
Jetzt machst du dirs aber richtig einfach
Was auch immer das heißt
Kommst du wieder
Ich glaube nicht – nein ich komme nicht wieder
Kannst du nicht einmal normal ins Bett gehen, normal schlafen und normal aufwachen
Ich hab doch schon viel verändert
Du sollst nicht alles auf einmal machen, nimm dir mal das was du möchtest
Is da noch was von der Schokolade im Kühlschrank







