Weiterlesen, weiterlesen!

Du wolltest aufhören das zu machen
Du wolltest aufhören das zu machen
Ja ich wollte aufhören damit
Wie geht es dir
Ich weiß nicht
Natürlich weißt du
Es ist gerade nicht der richtige Zeitpunkt
Was heißt das
Mach dir keine Gedanken
Mach ich aber
Ich bin einfach verwirrt
Du musst nicht stark sein
Will ich aber
Du stehst am Abgrund du kannst jetzt nicht noch alles Mögliche ausprobieren
Ja ich glaube ich fühl mich komisch
Mach dir doch nicht selbst so einen Druck
Ich hab keine Ahnung – ich finde einfach keine Lösung
Du musst nichts lösen alles was du machst ist richtig
Ich schaff das nicht
Du musst nichts schaffen
Ich suche ja
Nein du suchst nicht
Doch wirklich ich suche aber hab noch niemanden gefunden
Wenn du wirklich suchst wirst du auch finden
Es ist besser wenn ich gehe
Warum läufst du davon
Ich mag dich sehr
Jetzt machst du dirs aber richtig einfach
Was auch immer das heißt
Kommst du wieder
Ich glaube nicht – nein ich komme nicht wieder
Kannst du nicht einmal normal ins Bett gehen, normal schlafen und normal aufwachen
Ich hab doch schon viel verändert
Du sollst nicht alles auf einmal machen, nimm dir mal das was du möchtest
Is da noch was von der Schokolade im Kühlschrank
Gestern noch
Gestern noch
Ertrug ich Deine unverholene Selbstgier
Vertraut beschwingte mich die Lust
Doch heute
Betrachte stumm
Was Tags zuvor
Wie Klebstoff zäh
Als Bindung galt
Doch heute
Betrunken möchte ich sein
Taumelnd auf dem Sofa landen
Willenlos nach morgen schreien
Ohne Sinn
Doch heute
Schlage meinen Kopf entzwei
Schleudre meinen Körper
Hin
Wo ich ihn suchen muß
Entreiß mich jetzt
Doch heute
Ist es Feigheit
Tiefes nichts
Oder ist mein Wunsch
Wo anders schon erfüllt
Gestern war
Heute ist
Und morgen wird sich zeigen
In der Nacht wird der Mund trocken
In der Nacht wird der Mund trocken. Ich liege wach und überlege ob ich trinken soll.
Dein Atem ist flach. Immer wieder überfällt mich die Angst du könntest aufhören, dich davonstehlen. Wie ein Dieb der glaubt genug erbeutet zu haben.
Die nächtliche Einsamkeit ist eine andere als die am Tage. Bedrohlicher, entgültiger.
Es ist absurd, den ganzen Tag ersehne ich den Abend. Ist er da so möchte ich mich betäuben, um die kommende Nacht zu überleben. Wie zwei Selbstmörder wollen wir die Schuld unseres Leids dem anderen abtrotzen. Der Wein seziert sarkastisch unser Hirn und wir rasen ungebremst in ungewollte Feindschaft.
Eine zwei Liter Flasche Wasser steht neben meinem Bett und ich bin unfähig sie zu greifen.
Als wäre ich so geschwächt, dass der Körper seinen Willen verloren hat.
Ich weiß wie sehr ich dich mal für mal verletze. Spüre deine Verzweiflung wenn ich dir keine Chance belasse zu mir zu dringen. Du möchtest mich schütteln mir wehtun um wenigstens meine Hülle zu erreichen. Stumm schreie ich dir zu – gib auf. – Doch nur du weißt ich lüge.
18gradminus
Seine subjektive aus dem Fenster auf die Strasse.
Man hört das klicken der Ampel.
Sein Spiegelbild ist im geöffneten Fenster zu sehen,
als er aus dem Bild geht.
Im Bild – das leere Zimmer, das spärlich eingerichtet ist.
Eine Küchenzeile – 2 Betten – 1 Kommode
und ein geschmückter Weihnachtsbaum.
Zuerst hört man nur das Brummen des Kühlschranks
und das unablässige Klicken der Ampel.
Dann wird aus dem Nachbarraum das Geräusch einer Dusche vernehmbar.
Die Tür wird aufgeschlossen und sie betritt die Wohnung.
Sie stellt die mitgebrachte Plastiktüte neben den Kühlschrank.
Sie füllt Wasser in einen Wasserkocher und bereitet sich einen Beuteltee.
Mit der Teetasse und einer Zuckerdose setzt sie sich auf das Fensterbrett
und schaut auf die Strasse.
Sie leckt ihren Zeigefinger ab und taucht ihn in den Zucker.
Die Zeit wird immer langsamer und der Blick der Kamera immer genauer.
Die Kamera tastet den Raum ab.
Im Spülbecken ist ein Teller mit Essensresten, auf dem sich Fliegen paaren.
Die Kamera sucht nach Kleinigkeiten, Indizien.
Sie taucht den Teebeutel ins Wasser und zieht ihn vorsichtig wieder heraus.
Ihr Blick geht auf den Gehweg unterhalb des Fensters.
Man sieht einen großen Fleck.
Sie schaut durch das Fenster hindurch auf die Küche.
Noch immer brummt der Kühlschrank –
noch immer ist das Klicken der Ampel zu hören.
Sie geht aus dem Bild.
Im Off vernimmt man das Öffnen des Kühlschranks
und das Knacken beim Öffnen des Gefrierfachs.
Sie sitzt wie ein Kind vor dem geöffneten Eisschrank
und entwickelt – wie zu Weihnachten – das tote Embryo aus Staniolpapier.
Mit viel Ruhe holt sie aus ihrer Jackentasche ein paar Häkelsöckchen
und stülpt sie über die winzigen Füße.
Das Rauschen der Dusche hört auf
und Sie wickelt ihr Kind schnell aber behutsam wieder ein,
schließt das Gefrierfach und den Kühlschrank.
Sie geht zum Fensterbrett – nimmt ihren erkalteten Tee.
Es dämmert.
Aus dem Kiosk an der Ecke ist der singende Weihnachtsroboter zu hören.
Sie schließt das Fenster und setzt sich aufs Bett.
Er kommt herein – schaltet den Christbaum ein
und geht ohne ein Wort zum Kühlschrank – nimmt sich ein Bier,
öffnet es und setzt sich auf die andere Seite des Betts.

Es ist so ruhig
Es ist so ruhig
Um uns
Gewichen alle Kraft
Verstummt der Schrei
Der aufbegehrt
Eng umschlungen
Möchte ich halten
Was jede Angst
Zersprengt
Die Trauer
Deiner Augen
So ohne Hoffnung
Liebe ist
Bewahre dich
Für jede Zeit
Vertrautheit
Gütig uns vereint
Betagt
Betagt
Noch nicht erfroren
Schlummert er
Der Zweifel folgt
Verzagte Flucht
Unbekannte Sehnsucht
Füttert diesen Wunsch
Hielt ich Dich in meinem Arm
Könnte ich verweilen
Lieder …
Keine Träne
suche Dich
– unsterblich –
weites Land , die Berge ohne Schnee
Tunnel Licht
Tunnel Licht
vergeblich
der Mond – er bleibt
wenn wir schon längst gegangen
es rinnt – unhaltbar
befeuchtet meine Lippen
bitter
Kuss
Hätte ich mich meiner Hand befreit
Hätte ich mich meiner Hand befreit, müsste ich nicht deine Füßchen wärmen. Ein Schein zersetzt mein Herz, dein Schein ermüdet meine Seele. Nie warst du ein Teil von mir, du warst ein Teil in mir. Ein Lied schwimmt durch meine Adern, dein Gesang vergiftet mein Rot. Ohne Hoffnung bitte ich um Vergebung um meine eigene Gnade.
Lied:
Wärst du ein Teil von mir
Wärst mein Gesang
Trög meine Seel dich fort
Wärst niemals bang
Und nur ein Stückchen Trost
Gäb mein Herz ganz
Heimweh – kill your habits
Es ist kalt nass ungemütlich einfach scheiße. Eben Winter in Berlin. Nasti läuft den Kopf eingezogen ihren üblichen Weg durch die gewohnten Gassen. Sie summt vor sich hin obwohl sie mehr als schlechte Laune hat. Krampfhaft versucht sie den Blick gesengt zu halten denn jetzt nähert sie sich dem heikelsten Stück ihres Weges. Ausgerechnet jetzt kommt ein Auto und zwingt sie von der Strasse auf den Gehweg zu wechseln. – Schon ist es passiert. – Ihr Blick fällt unweigerlich auf den von ihr geliebten Schriftzug „Whisky and cigarres“.
Nie hätte sie gedacht das es ihr so schwer fallen würde. Sie verzögert ihren Schritt und drückt sich am Fenster vorbei. Doch wie sollte es auch anders sei natürlich wird sie sofort gesehen.
Ein zaghaftes fast verschämtes Winken und sie schleicht weiter. Was für ein Blödsinn entweder muss sie ab jetzt ihre Route ändern oder sie muss eine kurze Erklärung geben schließlich war sie Stammkundin. Wie sehr man doch an seinen Ritualen hängt. – Kill your habits. – Sie dreht um und betritt den Laden. – Zum letzten mal.
Nasti: Hallo eigentlich wollte ich mich vorbeidrücken.
Verk.: Verelässt du unsere Gemeinde.
Nasti: Zumindest versuch ich’s.
Verk.: Na wir haben ja noch Whisky im Angebot.
Nasti: Wäre vielleicht auch eine Lösung.
Verk.: Für den richtige Entzug solltest du dirs ein bischen leichter machen. Von mir bekommst du 2 Zigarren geschenkt die anderen 2 sollte es dir wert sein. Für diese dicken Dinger brauchst du mindesten eine dreiviertel Stunde wenn dir nicht vorher schlecht wird.
Nastis Handy klingelt.
Nasti: Ja.
Alexa: Sorin ist weg.
Nasti: Wo soll er denn sein?
Alexa: Blöder kann man ja wohl nicht fragen.
Nasti: Entschuldige aber ich bin gerade auf Entzug.
Alexa: Nasti ich muss ihn suchen er hatte Heimweh.
Nasti: Kill your habits.
Alexa: Könnten wir nicht eine kleine Reise machen?
Nasti: Schatz du hast ganz vergessen das ich noch nicht mal die Miete zahlen kann.
Alex: Sei doch nicht immer so kompliziert.
Nasti: Verdammt. Verdammt. Verdammt. Ich komme jetzt erst mal.
Nasti steckt ihr Handy ein und bezahlt die zwei Zigarren.
Sorin. Es war von Anfang an klar das Sorin das Leben nicht vereinfachen würde. Aber er war nun mal in ihr Leben getreten und somit hatte er das Gehirn und zu gewissen Teilen das Gemüt besetzt. Alexa hatte sich sofort in ihn verliebt. Nasti hatte ja zum Glück ihre so herrlich gewohnt unkomplizierte Fernbeziehung mit Roman.
Carmen
von Georges Bizet
Musikalische Leitung: Elias Grandy
Regie: Björn Reinke
Co-Regie und Choreographie: Monica Burger
Bundesjugendorchester
Jeunesses Musicales – Junge Oper Weikersheim, 2021

Carmen: Fiorella Hincapié (CO) Escamillo: Kohoon Han (KOR)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO)
Don José: Leo Jaewon Jung (KOR) Escamillo: Kohoon Han (KOR)
Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Micaela: Ipeleng Kgatle (ZA) Don José: Jaesung Kim (KOR)
Carmen: Gabriela Gómez (CL)
Carmen: Gabriela Gómez (CL) Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Carmen: Gabriela Gómez (CL) Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Micaela: Sonja Isabel Reuter (DE) Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Carmen: Gabriela Gómez (CL) Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Carmen: Gabriela Gómez (CL) Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Carmen: Julia Werner (DE) Don José: Jaesung Kim (KOR) Morales: Johannes Worms (DE)
Carmen: Julia Werner (DE) Don José: Jaesung Kim (KOR)
Carmen: Julia Werner (DE)
Carmen: Julia Werner (DE) Remendado: Kyoungloul Kim (KOR) Dancairo: Galen Dole (USA)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO)
Micaela: Silvia Sequira (PT) Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO) Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO) Escamillo: Kohoon Han (KOR)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO) Escamillo: Kohoon Han (KOR)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO) Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Morales: Johannes Worms (DE)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO)
Carmen: Gabriela Gómez (CL)
Carmen: Gabriela Gómez (CL)
Carmen: Gabriela Gómez (CL) Don José: Jaesung Kim (KOR)
Carmen: Gabriela Gómez (CL) Don José: Jaesung Kim (KOR)
Partien/Solisten*innen
Carmen: Fiorella Hincapié (CO), Gabriela Gómez (CL), Julia Werner (DE)
Micaela: Sonja Isabel Reuter (DE), Ipeleng Kgatle (ZA), Silvia Sequira (PT)
Frasquita: Lisa Gaiselmann (DE), Bogna Bernagiewiecz (POL), Margareta Köllner (DE), Florence Kei Kuan Chong (MY)
Mercédés: Magdalena Hinz (DE), Julie Nemer (FR)
Don José: Jaesung Kim (KOR), Leo Jaewon Jung (KOR)
Escamillo: Hao Wen (CN), Kohoon Han (KOR)
Remendado: Kyoungloul Kim (KOR), Marcelo Alxandre (PT)
Dancairo: Gideon Henska (DE), Galen Dole (USA)
Zuniga: Christoph Schweizer (DE), Marko Erzar (SI)
Morales: Johannes Worms (DE)
Fotos © Holger Kral, Berlin – kral-photography.com
18 Grad Minus – Teil 1
Bambis Schwestern
Belächelt seid ihr
Belächelt seid ihr
Nicht müde eure schon vergebene Unschuld zu beteuern
Neigt die Köpfe
Bis die Zeit das Andlitz hebt
Stolz besteht ihr
Vielleicht bis morgen
Red Suite in case
Red Suite in case
Falling down under my feet
Solution
Preparing eternity
You falling case
You falling case
You falling case
Red
The burning rose of distruction
Night knive soldier is killing
My lonleyness
Give me your hand refuging
The burning rose of distruction
For ever
For ever
For ever
It might be my last cry
Cheers befor I die
It might be my last cry
Cheers before I die
For ever
Halte mich
Halte mich
Der Traum zerplatzt
Kein Schwur lässt Triebe sprießen
Bedacht von Dir mag Leben kostbar sein
Doch ohne mich
Bleibt wenigstens die Sehnsucht
Vielleicht morgen
Vielleicht morgen
Ich lausche
Nichts
Glaubte ein leises Lächeln zu vernehmen
Vielleicht morgen
Meine Fingerkuppen suchen
Nichts
Glaubte eine warme Hand streifte meine Wangen
Vielleicht morgen
Auf meiner Zunge
Nichts
Glaubte eine Träne hätte sich verirrt
Vielleicht morgen
Deine Schritte im ersten Stock
Die Tür fällt schwer ins Schloß
Duxius – Daredevil
Konzeption, Regie, Choreografie für das Video „Daredevil“ von Duxius.