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Tango auf der Brücke
Carmen
von Georges Bizet
Musikalische Leitung: Elias Grandy
Regie: Björn Reinke
Co-Regie und Choreographie: Monica Burger
Bundesjugendorchester
Jeunesses Musicales – Junge Oper Weikersheim, 2021

Carmen: Fiorella Hincapié (CO) Escamillo: Kohoon Han (KOR)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO)
Don José: Leo Jaewon Jung (KOR) Escamillo: Kohoon Han (KOR)
Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Micaela: Ipeleng Kgatle (ZA) Don José: Jaesung Kim (KOR)
Carmen: Gabriela Gómez (CL)
Carmen: Gabriela Gómez (CL) Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Carmen: Gabriela Gómez (CL) Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Micaela: Sonja Isabel Reuter (DE) Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Carmen: Gabriela Gómez (CL) Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Carmen: Gabriela Gómez (CL) Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Carmen: Julia Werner (DE) Don José: Jaesung Kim (KOR) Morales: Johannes Worms (DE)
Carmen: Julia Werner (DE) Don José: Jaesung Kim (KOR)
Carmen: Julia Werner (DE)
Carmen: Julia Werner (DE) Remendado: Kyoungloul Kim (KOR) Dancairo: Galen Dole (USA)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO)
Micaela: Silvia Sequira (PT) Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO) Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO) Escamillo: Kohoon Han (KOR)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO) Escamillo: Kohoon Han (KOR)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO) Don José: Leo Jaewon Jung (KOR)
Morales: Johannes Worms (DE)
Carmen: Fiorella Hincapié (CO)
Carmen: Gabriela Gómez (CL)
Carmen: Gabriela Gómez (CL)
Carmen: Gabriela Gómez (CL) Don José: Jaesung Kim (KOR)
Carmen: Gabriela Gómez (CL) Don José: Jaesung Kim (KOR)
Partien/Solisten*innen
Carmen: Fiorella Hincapié (CO), Gabriela Gómez (CL), Julia Werner (DE)
Micaela: Sonja Isabel Reuter (DE), Ipeleng Kgatle (ZA), Silvia Sequira (PT)
Frasquita: Lisa Gaiselmann (DE), Bogna Bernagiewiecz (POL), Margareta Köllner (DE), Florence Kei Kuan Chong (MY)
Mercédés: Magdalena Hinz (DE), Julie Nemer (FR)
Don José: Jaesung Kim (KOR), Leo Jaewon Jung (KOR)
Escamillo: Hao Wen (CN), Kohoon Han (KOR)
Remendado: Kyoungloul Kim (KOR), Marcelo Alxandre (PT)
Dancairo: Gideon Henska (DE), Galen Dole (USA)
Zuniga: Christoph Schweizer (DE), Marko Erzar (SI)
Morales: Johannes Worms (DE)
Fotos © Holger Kral, Berlin – kral-photography.com
In der Nacht wird der Mund trocken
In der Nacht wird der Mund trocken. Ich liege wach und überlege ob ich trinken soll.
Dein Atem ist flach. Immer wieder überfällt mich die Angst du könntest aufhören, dich davonstehlen. Wie ein Dieb der glaubt genug erbeutet zu haben.
Die nächtliche Einsamkeit ist eine andere als die am Tage. Bedrohlicher, entgültiger.
Es ist absurd, den ganzen Tag ersehne ich den Abend. Ist er da so möchte ich mich betäuben, um die kommende Nacht zu überleben. Wie zwei Selbstmörder wollen wir die Schuld unseres Leids dem anderen abtrotzen. Der Wein seziert sarkastisch unser Hirn und wir rasen ungebremst in ungewollte Feindschaft.
Eine zwei Liter Flasche Wasser steht neben meinem Bett und ich bin unfähig sie zu greifen.
Als wäre ich so geschwächt, dass der Körper seinen Willen verloren hat.
Ich weiß wie sehr ich dich mal für mal verletze. Spüre deine Verzweiflung wenn ich dir keine Chance belasse zu mir zu dringen. Du möchtest mich schütteln mir wehtun um wenigstens meine Hülle zu erreichen. Stumm schreie ich dir zu – gib auf. – Doch nur du weißt ich lüge.
Böse war ich
Böse war ich
Nie
Geheilt von meiner Sehnsucht
Leise kaum gehört
Begeh ich meine Schuld
Verträumt
Reiß ich die Wunden
Berühre sanft
Was unerhört
Gehe weiter ohne Blick
Lass ich zurück
Belächelt seid ihr
Belächelt seid ihr
Nicht müde eure schon vergebene Unschuld zu beteuern
Neigt die Köpfe
Bis die Zeit das Andlitz hebt
Stolz besteht ihr
Vielleicht bis morgen
Betagt
Betagt
Noch nicht erfroren
Schlummert er
Der Zweifel folgt
Verzagte Flucht
Unbekannte Sehnsucht
Füttert diesen Wunsch
Hielt ich Dich in meinem Arm
Könnte ich verweilen
Ich weiß nicht
Ich weiß nicht
ob es das erste war was ich gesehen habe
zumindest ist es das erste an dass ich mich erinnere
klein, dünn, etwas krumm, ragte es aus seinem Loch
Je länger ich es betrachtete desto mehr stieg mein Verlangen
Ob meine Finger geschickt genug waren wusste ich nicht
Vielleicht müsste ich mit kleinem Gerät vorgehen
bewegte sich auch alles drum herum, es blieb ungerührt
nur wenn eine Hand sich an seinem Herbergsloch zu schaffen machte
glaubte man es würde sich kurzfristig zurückziehen
Nie hätte ich geahnt, dass ein winziges Gewächs einen solch großen Eindruck hinterlassen könnte
Jetzt krallen sich meine Zehen, etwas verlegen, in die viel zu großen Pantoffeln
mein Körper in einem Bademantel der nicht nach mir riecht
Schwarzer Kaffee, aufgebackenes Brot und eine fremde Stimme die mir eine scheinbar
lustige Geschichte aus ihrem Leben erzählt
Wie ich mich auch konzentriere das meiste was zwischen gestern und heute passiert ist
ist mir entfallen
Ob ich ihn fragen darf, ob ich es entfernen dürfte
mit einem kleinen Ruck oder einem feinen Schnitt
Die Stimme lacht und schiebt seine nackten Füße auf die viel zu großen Pantoffeln
ich seziere ein Stück Käse
Bevor mein Verlangen mich übermannt muss ich gehen
jedes Messer, jede Gabel ist die reinste Verlockung
mit der Handkante kehre ich die Krümel vom Tisch auf den Teller
die Stimme hat aufgehört zu lachen
ich stehe auf und leite höflich das Ende ein
In der Tür, bevor sie schließt –
noch immer ragt es keck aus seinem Loch
An dich denk ich zurück
Haar aus Nase
Denken sie
Denken sie
Auch manchmal
An mich
Beschaulichkeit
Setzt Triebe
Gedanken
Von der Zeit
Entkoppelt
Ihr Mund
Soweit
Gar manchmal
Scheu ich
Ihren Blick
Da ihre Hand
Auf meiner liegt
Bedacht
Setz ich den Fuß
Als könnte ich
Entkommen
Nur scheinbar
Weiche ich
Dem Sog
Möchte kraftvoll
Mich ergeben
Gestern noch
Gestern noch
Ertrug ich Deine unverholene Selbstgier
Vertraut beschwingte mich die Lust
Doch heute
Betrachte stumm
Was Tags zuvor
Wie Klebstoff zäh
Als Bindung galt
Doch heute
Betrunken möchte ich sein
Taumelnd auf dem Sofa landen
Willenlos nach morgen schreien
Ohne Sinn
Doch heute
Schlage meinen Kopf entzwei
Schleudre meinen Körper
Hin
Wo ich ihn suchen muß
Entreiß mich jetzt
Doch heute
Ist es Feigheit
Tiefes nichts
Oder ist mein Wunsch
Wo anders schon erfüllt
Gestern war
Heute ist
Und morgen wird sich zeigen

burning rose
Lieder …
Keine Träne
suche Dich
– unsterblich –
weites Land , die Berge ohne Schnee
Tunnel Licht
Tunnel Licht
vergeblich
der Mond – er bleibt
wenn wir schon längst gegangen
es rinnt – unhaltbar
befeuchtet meine Lippen
bitter
Kuss


Vielleicht morgen
Vielleicht morgen
Ich lausche
Nichts
Glaubte ein leises Lächeln zu vernehmen
Vielleicht morgen
Meine Fingerkuppen suchen
Nichts
Glaubte eine warme Hand streifte meine Wangen
Vielleicht morgen
Auf meiner Zunge
Nichts
Glaubte eine Träne hätte sich verirrt
Vielleicht morgen
Deine Schritte im ersten Stock
Die Tür fällt schwer ins Schloß
Du wolltest aufhören das zu machen
Du wolltest aufhören das zu machen
Ja ich wollte aufhören damit
Wie geht es dir
Ich weiß nicht
Natürlich weißt du
Es ist gerade nicht der richtige Zeitpunkt
Was heißt das
Mach dir keine Gedanken
Mach ich aber
Ich bin einfach verwirrt
Du musst nicht stark sein
Will ich aber
Du stehst am Abgrund du kannst jetzt nicht noch alles Mögliche ausprobieren
Ja ich glaube ich fühl mich komisch
Mach dir doch nicht selbst so einen Druck
Ich hab keine Ahnung – ich finde einfach keine Lösung
Du musst nichts lösen alles was du machst ist richtig
Ich schaff das nicht
Du musst nichts schaffen
Ich suche ja
Nein du suchst nicht
Doch wirklich ich suche aber hab noch niemanden gefunden
Wenn du wirklich suchst wirst du auch finden
Es ist besser wenn ich gehe
Warum läufst du davon
Ich mag dich sehr
Jetzt machst du dirs aber richtig einfach
Was auch immer das heißt
Kommst du wieder
Ich glaube nicht – nein ich komme nicht wieder
Kannst du nicht einmal normal ins Bett gehen, normal schlafen und normal aufwachen
Ich hab doch schon viel verändert
Du sollst nicht alles auf einmal machen, nimm dir mal das was du möchtest
Is da noch was von der Schokolade im Kühlschrank
Klebrig
Klebrig, träge liegt ,
Vergangenheit – Erinnerung schwer im Magen .
Verdaut geglaubtes, stößt so manchmal wieder auf
Doch spitzt, mit langer Nase, die Zukunft
Ihren Kopf zur Tür hinein
Kann man ihr traun
So schelmisch lächelnd
Wer weiß was sie verbirgt
Wankend zwischen Qual und Lust
Die Gegenwart
Wär doch alles mehr versöhnlich
Ließe was es war
Und nähme wie es kommt
Hallo du trübes Bild von gestern
– was kümmert mich dein fettes Leid
Ahoi, setz Segel
Bevor das denken uns im Wege steht
Es ist an Dir
Die Route zu bestimmen
Und Heute ist schon morgen Satz
Der langsam in die Tiefe schwebt
Um Teil des Grunds zu werden
Doch gibt’s – noch anderes
Wer häts geglaubt
Das unser Spiel durchdringt
Verwandt mit beiden
Qual und Lust
Beschleicht, durch einen Spalt
Sehnsucht
Unser Herz
Mon cœur
Welch kühnes Treiben
Hat uns
In tiefes Meer gestürzt
Beäuge bunte Fische
Die kleine Fetzen
Meiner Haut verschlingen
Nur rohes Fleisch
Noch bleibt
Mit weichen Wellen
Wird nun unser Leib
Umspült
Es ist so tief
Bei Dir
Das weder
Tag noch Nacht vergeht
Versunknes Schiff
Getier
Durch meine Reste schwimmt
Und jede Öffnung
Eintritt gibt
Betrogen
Betrogen
Nicht ich spannte den Pfeil
Du bist betroffen
Nicht doch
Ohne Schuld
Deine schönen Auge spiegeln mein Gesicht
Deine Gesten schlagen sanft mein Herz
Du glaubst das Ziel betraf nur deine Seele
Weit gefehlt
Der Raum erfüllt von dir
Benebelt meine Sinne
Süß und klebrig
Wehmuts Last
Noch weißt du nicht
Dein Los viel leichter
Du Schöne
Zeit vergeht
