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Heimweh – kill your habits
Es ist kalt nass ungemütlich einfach scheiße. Eben Winter in Berlin. Nasti läuft den Kopf eingezogen ihren üblichen Weg durch die gewohnten Gassen. Sie summt vor sich hin obwohl sie mehr als schlechte Laune hat. Krampfhaft versucht sie den Blick gesengt zu halten denn jetzt nähert sie sich dem heikelsten Stück ihres Weges. Ausgerechnet jetzt kommt ein Auto und zwingt sie von der Strasse auf den Gehweg zu wechseln. – Schon ist es passiert. – Ihr Blick fällt unweigerlich auf den von ihr geliebten Schriftzug „Whisky and cigarres“.
Nie hätte sie gedacht das es ihr so schwer fallen würde. Sie verzögert ihren Schritt und drückt sich am Fenster vorbei. Doch wie sollte es auch anders sei natürlich wird sie sofort gesehen.
Ein zaghaftes fast verschämtes Winken und sie schleicht weiter. Was für ein Blödsinn entweder muss sie ab jetzt ihre Route ändern oder sie muss eine kurze Erklärung geben schließlich war sie Stammkundin. Wie sehr man doch an seinen Ritualen hängt. – Kill your habits. – Sie dreht um und betritt den Laden. – Zum letzten mal.
Nasti: Hallo eigentlich wollte ich mich vorbeidrücken.
Verk.: Verelässt du unsere Gemeinde.
Nasti: Zumindest versuch ich’s.
Verk.: Na wir haben ja noch Whisky im Angebot.
Nasti: Wäre vielleicht auch eine Lösung.
Verk.: Für den richtige Entzug solltest du dirs ein bischen leichter machen. Von mir bekommst du 2 Zigarren geschenkt die anderen 2 sollte es dir wert sein. Für diese dicken Dinger brauchst du mindesten eine dreiviertel Stunde wenn dir nicht vorher schlecht wird.
Nastis Handy klingelt.
Nasti: Ja.
Alexa: Sorin ist weg.
Nasti: Wo soll er denn sein?
Alexa: Blöder kann man ja wohl nicht fragen.
Nasti: Entschuldige aber ich bin gerade auf Entzug.
Alexa: Nasti ich muss ihn suchen er hatte Heimweh.
Nasti: Kill your habits.
Alexa: Könnten wir nicht eine kleine Reise machen?
Nasti: Schatz du hast ganz vergessen das ich noch nicht mal die Miete zahlen kann.
Alex: Sei doch nicht immer so kompliziert.
Nasti: Verdammt. Verdammt. Verdammt. Ich komme jetzt erst mal.
Nasti steckt ihr Handy ein und bezahlt die zwei Zigarren.
Sorin. Es war von Anfang an klar das Sorin das Leben nicht vereinfachen würde. Aber er war nun mal in ihr Leben getreten und somit hatte er das Gehirn und zu gewissen Teilen das Gemüt besetzt. Alexa hatte sich sofort in ihn verliebt. Nasti hatte ja zum Glück ihre so herrlich gewohnt unkomplizierte Fernbeziehung mit Roman.
Betrogen
Betrogen
Nicht ich spannte den Pfeil
Du bist betroffen
Nicht doch
Ohne Schuld
Deine schönen Auge spiegeln mein Gesicht
Deine Gesten schlagen sanft mein Herz
Du glaubst das Ziel betraf nur deine Seele
Weit gefehlt
Der Raum erfüllt von dir
Benebelt meine Sinne
Süß und klebrig
Wehmuts Last
Noch weißt du nicht
Dein Los viel leichter
Du Schöne
Zeit vergeht
Lieder …
Keine Träne
suche Dich
– unsterblich –
weites Land , die Berge ohne Schnee
Tunnel Licht
Tunnel Licht
vergeblich
der Mond – er bleibt
wenn wir schon längst gegangen
es rinnt – unhaltbar
befeuchtet meine Lippen
bitter
Kuss

Du wolltest aufhören das zu machen
Du wolltest aufhören das zu machen
Ja ich wollte aufhören damit
Wie geht es dir
Ich weiß nicht
Natürlich weißt du
Es ist gerade nicht der richtige Zeitpunkt
Was heißt das
Mach dir keine Gedanken
Mach ich aber
Ich bin einfach verwirrt
Du musst nicht stark sein
Will ich aber
Du stehst am Abgrund du kannst jetzt nicht noch alles Mögliche ausprobieren
Ja ich glaube ich fühl mich komisch
Mach dir doch nicht selbst so einen Druck
Ich hab keine Ahnung – ich finde einfach keine Lösung
Du musst nichts lösen alles was du machst ist richtig
Ich schaff das nicht
Du musst nichts schaffen
Ich suche ja
Nein du suchst nicht
Doch wirklich ich suche aber hab noch niemanden gefunden
Wenn du wirklich suchst wirst du auch finden
Es ist besser wenn ich gehe
Warum läufst du davon
Ich mag dich sehr
Jetzt machst du dirs aber richtig einfach
Was auch immer das heißt
Kommst du wieder
Ich glaube nicht – nein ich komme nicht wieder
Kannst du nicht einmal normal ins Bett gehen, normal schlafen und normal aufwachen
Ich hab doch schon viel verändert
Du sollst nicht alles auf einmal machen, nimm dir mal das was du möchtest
Is da noch was von der Schokolade im Kühlschrank
Duxius – Daredevil
Konzeption, Regie, Choreografie für das Video „Daredevil“ von Duxius.
Belächelt seid ihr
Belächelt seid ihr
Nicht müde eure schon vergebene Unschuld zu beteuern
Neigt die Köpfe
Bis die Zeit das Andlitz hebt
Stolz besteht ihr
Vielleicht bis morgen
Sprache ein Land indem ein jeder einsam ist
Sprache ein Land indem ein jeder einsam ist
Zu viele Zeichen sind Pfeile ohne Ziel
Sie treffen dennoch
Man forscht man glaubt verstand versagt
Lange brauchts vom Mund zum Ohr
Ins Herz
Schweigen ungesprochne Gesten
Wie schön dein Blick – soviel
genügt
Vergilbt
Vergilbt
Und ohne Glanz
Tritt ab
Was kaum
Des Sehnens wert
Zurück bleibt
Schal
Geschmack
Getrübter Hoffnung
Kein Weg
Zu Dir
Kein Weg
Zu uns
Vergnüglich
War der Anfang
Doch wächst
Kein Gras
Auf kargem Stein
No Dance

Denken sie
Denken sie
Auch manchmal
An mich
Beschaulichkeit
Setzt Triebe
Gedanken
Von der Zeit
Entkoppelt
Ihr Mund
Soweit
Gar manchmal
Scheu ich
Ihren Blick
Da ihre Hand
Auf meiner liegt
Bedacht
Setz ich den Fuß
Als könnte ich
Entkommen
Nur scheinbar
Weiche ich
Dem Sog
Möchte kraftvoll
Mich ergeben
Narziss
Narziss
Zwei Lieben
Traut im Spiel
Doch ängstlich
Mutlos
Worte kaum entstehen
Fast wie Geschwister
Gibt man sich
Dem Treiben hin
Doch Augen
Sind geschlossen
Nicht Feuer
Pure Gier
Bezwingt
Was ungesehen
Sich reibend
Lust zu eigen macht
Ich bin aufgewacht
Ich bin aufgewacht.
Hörst du.
Es gibt uns nicht mehr
Lass los
Drehe dich erst um wenn meine Schritte verhalt sind
Wie gerne gäbe ich dir ein paar schöne Erinnerungen mit auf den Weg
Doch die Dauer des Schmerzes hat so vieles verschlissen.
Wenn ich dir jetzt sagte ich liebe dich
Du würdest mich falsch verstehen
Gebe dich frei
Zu lange hat das wir beschwert
Es ist Zeit
Mon cœur
Welch kühnes Treiben
Hat uns
In tiefes Meer gestürzt
Beäuge bunte Fische
Die kleine Fetzen
Meiner Haut verschlingen
Nur rohes Fleisch
Noch bleibt
Mit weichen Wellen
Wird nun unser Leib
Umspült
Es ist so tief
Bei Dir
Das weder
Tag noch Nacht vergeht
Versunknes Schiff
Getier
Durch meine Reste schwimmt
Und jede Öffnung
Eintritt gibt
Jungle line
Duxius – Daredevil – Making Of
Konzeption, Regie, Choreografie für das Video „Daredevil“ von Duxius (Youtube ↗).
Fotos © Holger Kral, Berlin – kral-photography.com
Böse war ich
Böse war ich
Nie
Geheilt von meiner Sehnsucht
Leise kaum gehört
Begeh ich meine Schuld
Verträumt
Reiß ich die Wunden
Berühre sanft
Was unerhört
Gehe weiter ohne Blick
Lass ich zurück








